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Test tubes and laboratory glassware isolated

Schwermetalle im Körper Teil II

Methoden zur Schwermetalldiagnostik

Bevor man eine Schwermetallausleitung beginnt, wäre es gut zu wissen, ob und welche Schwermetalle eigentlich den Körper belasten. In diesem Artikel möchte ich verschiedene Testmethoden vorstellen und aufzeigen, welche sinnvoll sind und was dabei zu beachten ist.

  1. Blutanalyse

Eine Blutanalyse erfasst immer den Status zum Zeitpunkt der Blutabnahme und zeigt somit nur an, ob im Moment eine größere Menge der untersuchten Schadstoffe  im Blut zirkulieren. Da Schwermetalle jedoch sehr gerne im Körper eingelagert werden, kann dieser voll vergiftet, jedoch die freien Werte im Blut total unauffällig sein.  Die Blutanalyse auf Schwermetalle ist somit eigentlich nur angezeigt, wenn man kurz vorher Kontakt mit einer größeren Menge von Schadstoffen hatte. Zur Feststellung einer chronischen Vergiftung ist dieser Test nicht geeignet.

  1. Schwermetall-Provokationstest im Urin

Da Schwermetalle unter anderem durch unser Entgiftungsorgan Niere ausgeschieden werden können,  ist es möglich eine Belastung im Urin zu messen. Jedoch ist es nicht ausreichend,  nur etwas Urin zu sammeln und auf Schwermetalle untersuchen zu lassen, denn oftmals werden die giftigen Substanzen lange Zeit eingelagert und nur ein geringer Anteil der Schadstoffe landen im Urin. Darum ist es erforderlich, einen sogenannten Provokationstest durchzuführen.

Dazu wird als Vorwert eine Schwermetallmessung im Morgenurin ermittelt. Dann werden Chelatbildner verabreicht. Dabei handelt es sich um Substanzen, die Schwermetalle im Körper binden. Sie werden entweder per Infusion, als Zäpfchen oder als Kapsel verabreicht.  Über die Niere werden die Chelate mit den gebundenen Schwermetalle dann ausgeschieden und können so mit dem Morgenurin verglichen werden. Bei den Chelaten handelt es sich um DMPS, DMSA und EDTA. Dieser Provokationstest sollte unter Aufsicht eines Arztes oder Heilpraktikers durchgeführt werden und auch die Auswertung sollte durch eine Person mit entsprechender Erfahrung durchgeführt werden.

Damit man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht ist es wichtig, Normwerte je nach Chelatbildner (Welcher und die Art der Verabreichung)  und auch auf die Urinmenge zu beziehen. Wird z.B. viel getrunken, verdünnt sich die Konzentration. Deshalb sollte die Belastung immer Bezug zum Kreatininwert gemessen und verrechnet werden. Schön beschrieben ist das Verfahren auf folgender Internetseite:

http://www.agenki.de/downloads/agenki-schwermetalle-diagnose.pdf

Die Seite Agenki gehört dem Heilpraktiker  Dominik Golenhofen und vor allem das Forum ist ein wahrer Quell für reichhaltige Informationen. Hier können z.B. auch Schwermetallprovokationstests durchgeführt werden.

Für mich ist der Provokationstest eine sinnvolle und gute Methode, um Schwermetalle nachzuweisen. Hier erhält man Informationen über die Art und die Größe der Belastung. So ein Test ist jedoch nicht ganz billig und wird natürlich nicht von den Krankenkassen übernommen.

  1. MK-Schwermetalltest

Wem es nicht wichtig ist, wie viel Schwermetalle er im Körper hat, sondern nur, dass welche vorhanden sind, für den könnte der MK-Schwermetalltest interessant sein. Mit diesem kleinen Test können die Metalle Quecksilber, Blei, Cadmium, Kupfer und Zink bestimmt werden. Und zwar nicht nur im Urin, sondern man kann auch gleich seine Wasserqualität damit testen, um sich nicht gleich wieder erneut zu vergiften. Der Test ist in ein paar Minuten durchführbar und wird bei Heilpraktikern und Ärzten angeboten. Aufgrund der Einfachheit könnte er theoretisch auch zu Hause selbst gemacht werden, allerdings gibt es das Testkit nur im Set von 50 Stück. Das DMSA zur Mobilisation müsste man sich dann in diesem Fall verschreiben lassen. Weitere Infos vom Hersteller:

http://www.therapie-nach-mass.at/pdf/mkschwermetall.pdf

Ich finde diesen Test als halbquantitive Methode zur Feststellung von Schwermetallen und zur Überprüfung  bei einer Ausleitungtherapie echt sinnvoll. Als angehende Tierheilpraktikerin ziehe ich durchaus in Erwägung, diesen Test auch bei Tieren anzuwenden.

  1. Haarmineralanalyse

Mittlerweile gibt es jede Menge Anbieter der sog. Haarmineralanalyse. Hier können neben allen möglichen Mineralien auch Schadstoffe nachgewiesen werden. Allerdings zeigt es nur den Haarstatus über ca. 3 Monate an. Er kann nicht bei chemisch behandeltem Haar angewendet werden und es besteht eine gewisse Gefahr von falschen Ergebnissen durch Umwelteinflüsse. Eigentlich soweit eine recht gute Sache, jedoch werden laut Stiftung Warentest oft keine reproduzierbaren Ergebnisse erzielt und Normwerte ändern sich von Labor zu Labor. Laut Agenki.de ist eine chronische Vergiftung mit dieser Methode nicht sicher nachweisbar.

Ich würde diese Methode eventuell bei Kindern empfehlen, da die Probengewinnung sehr einfach ist. Wären da Auffälligkeiten zu sehen, könnte man gezielt weitertesten.

  1. Radionik, Bioresonanz, Kinesiologie und sonstige

Als ich vor Jahren wegen meiner gesundheitlichen Problemen zur Dunkelfelddiagnostik war, wurde bei mir das Blut zusästzlich mittels Radionik auf Quecksilber positiv getestet und auch wurde ich schon mal kinesiologisch positiv auf Schwermetalle getestet. Ich bin grundsätzlich sehr offen für diese Dinge und habe auch schon viele positive Erfahrungsberichte vor allem bei der Therapie mitbekommen, trotzdem ist es mir eher suspekt. Andererseits finde ich z.B. die TCM (Traditionelle chinesische Medizin) sehr effektiv, und diese arbeitet auch mit Energien. Ich denke, bei einem guten Therapeuten kann es durchaus sinnvoll sein, sich mithilfe dieser Methoden testen zu lassen. Von einem Versuch, Schwermetalle allein mit Hilfe dieser Methoden ausleiten zu wollen, rät auch Dr. Klinghardt ab, da die Stoffe zwar mobilisiert werden, jedoch nicht gebunden und entfernt werden.

Im nächsten Teil meiner Schwermetallserie geht es dann darum, die Übeltäter wieder loszuwerden.